Stefan Graser
Mit der Einführung des neuen Gotteslobes der katholischen Kirche im letzten Jahr, mussten sich die Katholiken von einem Buch verabschieden, das für viele ein treuer Wegbegleiter seit ihrer Kindheit war. Dieser „Abschiedsschmerz“, und auch die Tatsache, dass einige schöne Lieder aus dem Kanon verschwunden sind, bewegte Stefan Graser dazu, den „alten Nummern“ die Ehre auf dem Jazz-Piano zu erweisen. Dabei herausgekommen ist eine Mischung aus denjenigen Liedern, die es nicht in das neue Buch geschafft haben, und „Standards“ des GL (Gotteslob), an deren neue Nummern wir uns erst noch gewöhnen müssen. Abgerundet wird das Album mit einer eigenen Psalmvertonung (Jeremia 29, 13f) und einer Bearbeitung der wohl ältesten „Nummer“ der Welt: der ersten notierten Melodie der Menschheit – einer hurritischen Hymne aus dem alten Ugarit, dem heutigen Syrien.